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MusicOne: Vielleicht klappt es bald, wenn ihr mit Moby unterwegs wart und Ihr etwas populärer werdet. Es ist vielleicht kein guter Vergleich, aber Didos Album wurde auch erst nach vielen Monaten zur Nummer 1.
Svein: Mit Moby war das auch so. Er war etwa 18 Monate auf Tour und plötzlich wurde "Play" zum Megaseller. Aber wir werden nicht für 18 Monate touren. Wir haben andere Pläne.
MusicOne: Was sind denn dann Eure Pläne?
Torbjörn: Das hat mit dem Leben zu tun. Wir versuchen, auch wirklich zu leben. Und manche Interpreten können das, Leute wie Madonna, und jeder ist davon beeindruckt. Aber manchmal kann das Business sehr arm sein. Es geht um die Balance, denn manchmal ist es doch sehr einladend, immer weiter und weiter und weiter zu gehen. Wir haben das nach der Veröffentlichung des Albums gemerkt. Es war harte Arbeit und wir wollen professionell agieren, aber ich will trotzdem nichts versprechen, was zukünftige Releases angeht. Wir wollen glücklich damit sein, was wir tun. Für manche Leute ist das Business attraktiv, aber dann gehen sie zu weit. Es ist schwer, jeden Tag da raus zu gehen und Musik zu machen.
Svein: Das ist wahrscheinlich der Grund, warum die Leute in der Industrie so gerne diese Bands zusammenstellen. Wenn Du ein Interpret wie zum Beispiel Britney Spears sein willst, dann musst du hart arbeiten. Was so jemand promomäßig macht, ist so hart. Jeden Tag machen die das, was wir jetzt machen, und sie müssen immer höflich sein, an Gott glauben und so weiter.
Torbjörn: Aber das ist der Traum für eine Plattenfirma, denn dann können sie dich 50 Wochen auf Promo schicken, dann geben sie dir zwei Wochen im Studio mit erfahrenen Songwritern und so, und dann kommen sie wieder raus und gehen auf Promo.
Svein: Wir sagen nicht, dass das schlecht ist.
Torbjörn: Es ist einfach eine bessere Situation für die Firma als für den Interpret. Denn wir können ein Alptraum für eine Plattenfirma sein, wenn wir für die nächsten drei Jahre keine Promo mehr machen wollen, sondern einfach nur leben.
MusicOne: Interessant. Das ist also der Grund, warum ihr nichts über zukünftige Veröffentlichungen verraten wollt.
Torbjörn: Naja, ok. Das nächste Album kommt auf jeden Fall vor dem Jahr 2030 raus.
MusicOne: Anderes Thema. Neben dem sensationellen Mix von Spillers "Cry Baby", der aus einem langweiligen Track einen ganz neuen Song gemacht hat, habt ihr sicher noch andere Remixe gemacht. Für wen denn so?
Svein: Wir haben für Peter Gabriel gemixt, für die alten Leute, Kings of Convenience, noch eine norwegische Band, Felix the Housecat, und so weiter. Garbage haben uns schon dreimal deswegen angerufen, Moby und die Manic Street Preachers ebenfalls, und einige Rockbands. Es ist schon beeindruckend, was für Leute uns als Remixers haben möchten. Und auch die Tour mit Moby und mit Basement Jaxx in England...es ist schon ein tolles Jahr gewesen.
Torbjörn: Und bald gehen wir in die USA.
Svein: Ja, um die Leute mit Aufzugmusik zu berieseln!
MusicOne: Euren Namen können die bestimmt nicht richtig aussprechen. Wie macht man das eigentlich am besten?
Torbjörn: Wir heißen Rrrööüksoppp.
MusicOne: Rööüksopp.
Svein: Nein, mit einem Rrrrrr....ich glaube, Deutsche können das nicht.
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